Prädikat: Elektrobiologisch einwandfrei

Wann ist eine Elektroanlage unproblematisch?

Biologisch-Elektro-Magnetisch-Verträglich (BEMV) ist eine Elektroinstallation erst dann, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  1. Minimale elektr. Feldstärke im Raum (<0,1V/m), am Arbeitsplatz (<5V/m); oder minimale, am Körper gemessene Ankoppelungsspannung (<20 mV, richtig polarisiert angeschlossene Elektrogeräte und feldfrei geerdete Geräte- und Bauteile.
  2. Minimale magnetische Feldstärke aus emittierenden Geräten, Infrastrukturen und Umgebungsleitungen. (<20nT)
  3. Ausgewogene geomagnetische Feldstärke an den entsprechenden Standorten. (<2'000-3'000nT/m). Sowie die Verhinderung von möglichen Resonanzerscheinungen im Zusammenhang mit technischen elektromagnetischen Feldern.
  4. Richtige Wahl der Kabel- und Leiterart, deren Polarität und entsprechend ausgeglichene Leiterquerschnitte der diversen Elektroinstallationen.
  5. Radioaktivität auf Niveau des natürlichen Umfeldes.
  6. Kleinstmögliche Einstrahlungen von HF Feldern (<20 Mikrowatt/m2) und HF überlagerungen aus Gebäude und Umgebung, auch ausgehend von Nullleiter- und Erdleiterbelastungen
  7. Richtige Position von Verbrauchern mit elektromagnetischen Vorschalt- und Zusatzgeräten bezüglich der zu erwartenden Immission an Mensch und Tier.
  8. Isolationswiderstand und Potentialausgleich der Elektrischen Anlage. (Die Erfüllung der Normen NIN genügen, bezüglich BEMV, nicht immer.)
  9. Elektrostatische Feldkomponenten wie Kunststoffe, Bildschirme etc. bedürfen spezieller Beachtung.

Im Bericht Nr. 214 des BUWAL der Schriftenreihe Luft, werden die verschiedenen Wirkungsmechanismen zu den Feldern gemäss Pos. 1-8 jeweils eingehend erläutert.